Knorpelschaden
Therapie Knorpelschaden Hüfte Therapie Knorpelschaden Knie
Knorpelaufbau und -funktion
Durch ein Gelenk werden die Enden zweier starrer Knochen beweglich miteinander verbunden. Damit nun nicht raue und kantige Knochen aufeinander reiben, sind diese Kontaktflächen mit einer Gleitschicht, dem ca. 3-4 mm dicken Knorpelgewebe überzogen. Diese ist äußerst glatt, setzt die Reibung im Gelenk herab (niedriger als zwei glatte Eisflächen aufeinander) und federt elastisch harte Stöße beim Laufen ab. Diese besonderen mechanischen Eigenschaften werden durch komplizierte biochemische, molekulare und elektrophysiologische Zusammenhänge aufrechterhalten und setzen eine intakte, geschlossene Oberfläche und ein stabiles Netzwerk aus kollagenen Fasern voraus. Dieser komplexe Verbundwerkstoff wird von den Knorpelzellen, den Chondrozyten, hergestellt und überwacht.
Symptome beim Knorpelschaden
Die Knorpelschicht selbst ist völlig schmerzunempfindlich: Verletzungen werden erst wahr genommen, wenn die Knorpelschicht vollständig abgetragen und zerstört ist. In aller Regel lösen jedoch die verursachenden Prozesse selbst Schmerzen aus, sodass bei frühzeitiger Erkennung des Knorpelverlustes noch regnerative Massnahmen eingeleitet werden können. Ist es dafür alllerdings zu spät und die Knorpelschicht zu weit abgetragen und zerstört, bleiben nur noch gelenkersetzende Massnahmen zur Therapie.
Ursachen
Die Ursachen für einen Knorpelschaden sind sehr vielfältig: Störungen können mechanisch (Gewalteinwirkung wie Unfälle, schwere Verstauchungen, chronisches Übergewicht, O-Bein, X-Bein, Kreuzbandinstabilitäten, fehlender Meniskus) oder biochemisch (Stoffwechselerkrankungen, Rheuma, Gicht, Verkalkung, Durchblutungsstörung) eintreten. Einige Fakten gelten dabei als gesichert: so stellt vernünftiger Ausdauersport, Marathonläufer eingeschlossen, keine vermehrte Arthrosegefahr dar, während O- oder X-Bein besonders bei bestehendem Meniskusschaden, radikaler Meniskusoperation und/oder Übergewicht ein erhebliches Arthroserisiko darstellen.
Diagnose
Den Knorpelschaden teilt man in vier Schweregrade ein:
Stadium 1: leichte oberflächliche Auffaserung
Stadium 2: halbschichtige Einrisse und breite Oberflächenauffaserungen
Stadium 3: tiefer, bis zum Knochen reichender Defekt mit starker Auffaserung, mechanisch nicht mehr tragfähig
Stadium 4: freiliegender Knochen
Therapie
Die Therapiemöglichkeiten eines Knorpelschadens hängen davon ab, welches Gelenk betroffen ist, welche Art des Knorpelschadens vorliegt und natürlch auch vom jeweilgen Stadium. Weiterführende Informationen zu den einzelnen Therapien finden Sie hier:
Knorpelregeneration beim Knorpelschaden Hüfte
Knorpelregeneration beim Knorpelschaden Knie
Knorpelschaden News
Nachrichten zu dem Thema Knorpelschaden:
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