Rückenschmerzen

Rückenschmerzen an der Halswirbelsäule
Die Halswirbelsäule (HWS) mit insgesamt 7 Wirbelkörpern ist der beweglichste Wirbelsäulenabschnitt und stellt die mobile Verbindung zwischen dem Kopf und der restlichen Wirbelsäule her. Aus dieser Bewegungsfunktion resultieren die unterschiedlichen Probleme bei degenerativen (verschleißbedingten) und traumatischen (verletzungsbedingten) Erkrankungen. In der Halswirbelsäule liegt direkt hinter den Bandscheiben das Rückenmark, sodass aus dieser engen Lagebeziehung viele Probleme entstehen. Degenerative Halswirbelsäulenerkrankungen kommen gehäuft auch bei jüngeren Menschen vor.
Klinisch-neurologisch muss man zwischen radikulären (Kompression der Nervenwurzeln) und medullären (Kompression des Rückenmarks) Symptomen und Defiziten unterscheiden. Ein Druck auf das Rückenmark muss nicht immer Schmerzen verursachen, ist jedoch ein langfristiges Problem, da die Schädigung der Rückenmarksbahnen langsam fortschreitende Störungen mit Gleichgewichtsstörungen, Gangunsicherheit und schleichender Querschnittsymptomatik verursachen (cervikale Myelopathie).
Rückenschmerzen an der Lendenwirbelsäule
Die Lendenwirbelsäule (LWS) ist der untere Abschnitt der Wirbelsäule mit insgesamt 5 Wirbelkörpern, sie verbindet die Beine und das Becken mit der restlichen Wirbelsäule. Durch den aufrechten Gang wird dieser Wirbelsäulenabschnitt hoch belastet wodurch es häufig zu schmerzhaften Reizzuständen kommt die unter dem Oberbegriff „Kreuzschmerzen“ zusammengefasst werden. Wichtig ist die differenzierte Unterscheidung dieser große Palette von Krankheitsbildern, die vom einfachen Schmerzsyndrom bis zum komplexen Bandscheibenvorfall mit neurologischen Ausfällen reichen. Degenerative Lendenwirbelsäulenerkrankungen sind sehr häufige Erkrankungen und kommen auch bei jüngeren Menschen vor.





