ARCUS Kliniken Pforzheim

Hüftarthrose

Hüftarthrose

Behandlung Hüftarthrose

Der Begriff Hüftarthrose schließt alle degenerativen Erkrankungen im Bereich des Hüftgelenkes ein. Die Ursachen für die Entstehung der Hüftarthrose (Coxarthrose) sind vielfältig.  Allen ursächlichen Erkrankungen gemein ist die zunehmende Zerstörung des Gelenkknorpels, die letztlich auch weitere Gelenkstrukturen wie Gelenkkapsel, Knochen und die zughörige Muskulatur schädigt.

Symptome

Die Hüftarthrose stellt eine chronische verlaufende Erkrankung dar, die sich zumeist über mehrere Jahre entwickelt. Dabei gibt es aber auch Phasen mit akuten Schmerzen, dieses nennt man aktivierte Coxarthrose. Bei fortschreitender Arthrose kommt es dann zu folgender Symptomatik:

  •  Belastungs- und Ruheschmerz Leiste, Gesäß, Oberschenkel
  •  Anlaufsymptomatik und –Steifigkeit
  •  Bewegungseinschränkung
  •  Einschränkung der Gehstrecke
  •  Gangstörung (Hinken)
  •  Beinverkürzung 
    Ursachen - wer ist betroffen? 

    Durch eine verbesserte Lebenserwartung nimmt die Anzahl der Patienten mit einem Hüftgelenksverschleiss stetig zu. Im Alter von 65-75 leiden ca. 2% der Bevölkerung an Hüftgelenksarthrosen. Aber auch im jungen Alter kann es schon zur Entwicklung einer Hüftarthrose kommen. 

    Häufig betrifft die Arthrose beide Seiten des Hüftgelenkes 

    Bei den Ursachen unterscheiden wir drei Hauptgruppen:

    1. Mechanische Ursachen (z.B. Hüftdysplasie, Impingement)

    2. Durchblutungsstörungen (z.B. Hüftkopfnekrose, Morbus Perthes)

    3. Entzündliche Ursachen (z.B. chronische Polyarthritis)

    Die mechanischen Gründe für eine Hüftgelenksarthrose sind mit mehr als 75% am häufigsten. Es hat sich herausgestellt, dass es durch eine Aufbaustörung der Hüfte zu einem Konflikt des Schenkelhalses mit dem Pfannenrand kommen kann. Der Hüftkopf sitzt dabei nicht zentral auf dem Schenkelhals, sondern ist leicht verschoben. Beim Beugen und Drehen der Hüfte kommt es zum Anstoßen (Impingement) des Schenkelhalses am vorderen Pfannenrand, dabei wird als erstes die Hüftgelenkslippe (Labrum) geschädigt. Das Labrum, welches auch als „Meniskus der Hüfte“ bezeichnet wird, ist mit dem Pfannenknorpel verwachsen, so dass dieser im weiteren Verlauf geschädigt wird. Dieser Pfannenrandschaden ist dann der Beginn der Hüftgelenksarthrose. Wird dieser Konflikt nicht behoben, so wird sich eine manifeste Hüftgelenksarthrose frühzeitig entwickeln. Da die Gelenklippe mit Schmerzfasern versorgt wird, kommt es bereits im frühen Stadium zu Leistenschmerzen.

    Risikofaktoren 

    Übergewicht (Adipositas):
    Sofern bereits eine Arthrose im Hüftgelenk vorliegt, wirkt das Übergewicht in der Regel Schmerz verstärkend. Übergewicht wirkt verschlimmernd, stellt allerdings keine Ursache dar und ist somit nicht alleinig Arthrose erzeugend.

    Mechanische Fehlbelastung:
    Wie sie beispielsweise in Folge einer Aufbaustörung der Hüftpfanne oder das Schenkelhalses  vorkommen können (Femoro-acetabuläres Impingement (FAI) oder Hüftdysplasie), ungünstiger Schenkelhalswinkel (Coxa valga antetorta), etc. entstehen. 

    Genetische Einflüsse:
    Familiäre Häufung von Hüftarthrose durch vererbte Aufbaustörungen und Knorpelqualität.

    Diagnose  

    Die Diagnose lässt sich durch die typische Anamnese, Untersuchung und anhand eines normalen Röntgenbildes stellen, wobei die Verschmälerung des Gelenkspaltes zwischen Hüft- und Oberschenkelknochen als indirektes Zeichen des Knorpelverlustes zu erkennen ist. Zur genauen Beurteilung des Labrums und des Knorpels wird eine Kernspintomographie angefertigt. Im fortgeschrittenen Stadium werden dann Kugel und Pfanne teilweise zerstört und passen nicht mehr optimal ineinander.

    Therapie  

    Das Fortschreiten einer Arthrose ist sehr variabel und von individuellen Faktoren abhängig. Durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse wissen wir heute mehr über die Entstehung der Hüftarthrose und haben neue Therapiekonzepte (z.B. Hüftarthroskopie) entwickelt. Es ist deshalb sehr wichtig, dass man frühzeitig eine präarthrotische Deformität (z.B. Aufbaustörung der Hüfte) erkennt und eine entsprechende Therapie einleitet. Damit kann im besten Fall die Arthrose verhindert oder in ihrem Verlauf verlangsamt werden.

    Liegt bereits eine Hüftgelenksarthrose vor, so konnte bisher nur ein künstlicher Hüftgelenksersatz  (Hüft-TEP) durchgeführt werden, wenn die konservativen Behandlungsmaßnahmen (Physiotherapie, Bädertherapie, Massagen, Schmerzmedikamente, etc.) ausgereizt sind.

    Dabei wurde dem Ausmaß der Arthrose und dem Alter des Patienten keine Rechnung getragen. An unserer Klinik haben wir einen Stufenplan entwickelt, der stadiengerecht die Arthrose behandelt:

    Stufenplan zur Behandlung der Hüftgelenkarthrose  

    Stufe 1: Mäßige Coxarthrose mit Randanbauten

    Stufe 2: Fortgeschrittene Arthrose beim jungen Patienten 
    (Frauen unter 60 Jahre, Männer unter 65 Jahre)

    Stufe 3: Fortgeschrittene Arthrose beim älteren Patienten 
    (Frauen über 60 Jahre, Männer über 65 Jahre)

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    Spezialisierung: Arthrose, Bänderriss, Hüftarthrose, Hüftschmerzen, Kniearthrose, Knieschmerzen, Knorpelschaden, Sportverletzungen und Sportmedizin.

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