ARCUS Kliniken Pforzheim

OP Rotatorenmanschette

Operation Rotatorenmanschette

OP-Methoden

Beim jüngeren Patienten und bei den seltenen frischen Verletzungen ist eine Operation zu empfehlen, um die Sehne wieder an den Knochen anzunähen und dadurch Kraft und Funktion wiederherzustellen. Auch die Entwicklung einer durch den Sehnenschaden hervorgerufenen Arthrose des Schultergelenks kann so vermieden werden. Beim älteren Patienten über 60 Jahre kann häufig durch vorübergehende Schonung, abschwellende und schmerzstillende Medikamente, lokale Eis- oder Wärmeanwendung sowie eine spezielle Krankengymnastik wieder eine schmerzfreie oder schmerzarme Situation erreicht werden. Sofern nach einigen Monaten konsequenter Behandlung eine inakzeptable schmerzhafte Bewegungseinschränkung verbleibt, sollte durch die Operation versucht werden die Sehne zu reparieren und einen möglichen knöchernen Engpass zu beseitigen. Bei der Operation wird zunächst eine Gelenkspiegelung (Arthroskopie) durchgeführt, um den Schaden des Gelenkes genau beurteilen zu können. Das weitere Vorgehen ist abhängig von den Befunden, die bei der Arthroskopie zu erkennen sind. Der knöcherne Engpass kann durch arthroskopisches Abtragen der einengenden Knochenkanten beseitigt werden. In den meisten Fällen liegt kein Riss oder Defekt innerhalb einer Sehne vor, sondern es haben sich eine oder mehrere Sehnen vom Oberarmknochen abgelöst. In der Regel kann die Sehne dann arthroskopisch oder über einen ca. 4 cm langen Hautschnitt wieder am Knochen angenäht werden, hierzu werden spezielle Ankersysteme verwendet. Eine Entfernung der kleinen Schrauben ist nicht erforderlich. Wenn ein Schaden der Sehne jedoch schon lange besteht, hat sich der Sehnenstumpf bereits meist so weit vom Knochen zurückgezogen oder der zur Sehne gehörende Muskel hat sich durch Inaktivität so weit zurückgebildet, dass eine Refixierung nicht mehr möglich bzw. sinnvoll ist. Oft kann jedoch dann durch die Entfernung von entzündlich verändertem Bindegewebe zumindest eine Reduktion der Beschwerden erreicht werden.

Nachbehandlung    

Nach der Operation ist ein stationärer Aufenthalt von 2-3 Tagen erforderlich. Zur Einheilung der Sehne am Knochen muss eine Schulterschlinge für 6 Wochen getragen werden. Um ein gutes Operationsergebnis zu erreichen muss eine längerfristige Nachbehandlung nach einem festgelegten Schema erfolgen, das Ihnen von Ihrem Stationsarzt ausgehändigt wird. Eine krankengymnastische Behandlung ist für etwa 6 Monate erforderlich. Für ein gutes Endergebnis sind anschließend für weitere 3-6 Monate die erlernten Übungen selbstständig zu Hause durchzuführen. Die Schmerzgrenze muss dabei respektiert werden. Unterstützt werden kann die Nachbehandlung durch abschwellende Medikamente und lokale Eisanwendungen. 

Defekt der Supraspinatussehne
Defekt der Supraspinatussehne (Quelle: Zimmer Germany GmbH)
Naht der Supraspinatussehne
Naht der Supraspinatussehne (Quelle: Zimmer Germany GmbH)

ARCUS Kliniken Pforzheim: Sportklinik für Orthopädie & Unfallchirurgie Deutschland, Schweiz, Österreich, Baden Württemberg, Rheinland Pfalz, Hessen, Saarland, Bayern, Baden-Baden, Darmstadt, Frankfurt, Freiburg, Heidelberg, Kaiserslautern, Karlsruhe, Ludwigshafen, Mainz, Mannheim, Saarbrücken, Stuttgart & Wiesbaden.

Spezialisierung: Arthrose, Bänderriss, Hüftarthrose, Hüftschmerzen, Kniearthrose, Knieschmerzen, Knorpelschaden, Sportverletzungen und Sportmedizin.

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