ARCUS Kliniken Pforzheim

Schulter

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Das Schultergelenk ist ein knöchern nur sehr locker geführtes Kugelgelenk, welches seine Stabilität erst dem komplizierten Zusammenspiel von Haltebändern, Kapsel und Muskeln verdankt. Dadurch erst wird das große Bewegungsausmaß für die Arme geschaffen, was nicht zuletzt unsere herausragende Stellung in der Entwicklungsgeschichte des Lebens ermöglicht. Zum anderen aber ist die Schulter dadurch verletzungs- und verschleißanfällig.   

Das Schultergelenk besteht aus der eher kleinen Gelenkpfanne, die ein Teil des Schulterblattes ist, und dem großen Oberarmkopf. Beide Gelenkpartner sind von einer Knorpelzellschicht überzogen, die das reibungslose Gleiten bei Bewegungen ermöglicht. Der Oberarmkopf wird in der Pfanne gehalten durch die Muskeln und Sehnen der Rotatorenmanschette, die ihn von fast allen Seiten umgeben und die den Arm im Schultergelenk drehen und heben können. Darüber befindet sich das Schulterdach, ebenfalls ein Teil des Schulterblattes. Vom Schulterdach besteht über das Schultereckgelenk zum Schlüsselbein  auch die Verbindung zum Rumpf. Das Schultergelenk wird außerdem über mehrere Bänder (feste bindegewebige Verbindung zwischen zwei Knochen) stabilisiert., des Weiteren über den knorpeligen Rand der Gelenkpfanne, dem sog. Labrum. Von außen sieht man an der Schulter hauptsächlich den Musculus deltoideus, den Schulterkappenmuskel.   

(Die lockere Führung des Gelenks ist dafür verantwortlich, dass das Schultergelenk am häufigsten aller Gelenke von einer Luxation (Auskugeln) betroffen ist. Aber auch am Schultereckgelenk – der Verbindung vom Schlüsselbein zum Schulterblatt – kann eine Luxation mit Verletzung von Kapsel und Bändern auftreten. Knochenbrüche kommen in jüngerem Alter hauptsächlich am Schlüsselbein vor, in höherem Alter bricht bei einem Sturz häufig der Oberarmkopf. 
Die häufigste nicht verletzungsbedingte Erkrankung des Schultergelenks ist das sog. Subacromial- oder Engpass-Syndrom. Hier kommt es im Gleitraum der Rotatorenmaschette unter dem Schulterdach zu einem Reiz- oder Entzündungszustand. Man unterscheidet zwischen knöcherner Einengung in diesem Bereich und nicht-mechanischen Ursachen wie z. B. durch Verschleiß der Sehnen. Mit zunehmendem Alter kann es an der Rotatorenmanschette durch die hohe mechanische Belastung zu Verschleißerscheinungen kommen. Diese beginnen in der Regel mit Teilschäden der Sehnen, können sich dann aber auch zu vollständigen Defekten bzw. Rissen der Sehne entwickeln. 
Häufig bestehen Beschwerden auch auf Grund von Kalkeinlagerungen in die Sehnen der Schulter, des Weiteren kann eine Entzündung der Gelenkkapsel zu einer schmerzhaften Schultersteife führen. 
Wie an anderen Gelenken auch kann sich durch Verschleiß des Gelenkknorpels auch an der Schulter eine Arthrose entwickeln. Dies ist zwar wegen der anderen Belastung nicht so häufig wie an Hüft- oder Kniegelenk, geht jedoch mit ähnlichen Problemen (zunehmende Schmerzen und Bewegungseinschränkungen) einher.) 

Schulter - Dr. med. Boris Hollinger

Am 11. Januar 2013 hielt Dr. Hollinger, Spezialist für Ellenbogen- und Schulterchirurgie, im Rahmen unseres Patientenforums einen Vortrag mit dem Thema "Diagnostik und Therapie chronischer Schulterer- krankungen"

Eine Aufzeichnung davon finden Sie in unserem Blog »

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