ARCUS Kliniken Pforzheim

Schultereckgelenksverletzungen

Schultereckgelenksverletzungen

Das Schultereckgelenk ist die Verbindung vom Schlüsselbein zum Schulterblatt. Obwohl es ein kleines Gelenk ist, ist es für die stabile Verbindung vom Arm zum Körper sehr wichtig und praktisch bei jeder Bewegung des Armes beteiligt.

Unfallmechanismus

Durch direkten Sturz auf die Schulter ohne Abstützen kann es zu Verletzungen diese Gelenks kommen, dabei bricht eher selten das äußere Ende des Schlüsselbeins oder das Schulterdach (Teil des Schulterblatts), häufiger kommt es zu einer Zerreißung der Gelenkkapsel und der Bänder, die das Gelenk stabilisieren und damit zu einer Fehlstellung zwischen diesen beiden Knochen. Die Patienten verspüren Schmerzen in diesem Bereich und stellen oft selbst bereits eine Vorwölbung fest.

Diagnostik

Für den Arzt ist diese Verletzung vor allem bei deutlicher Ausprägung leicht zu diagnostizieren, es werden zusätzlich Röntgenaufnahmen des Schultereckgelenks angefertigt, wobei unter Gewichtsbelastung des Armes das Ausmaß der Fehlstellung beurteilt werden kann. 

Normalbefund, Schulterdach und Schlüsselbein stehen sich direkt gegenüber (Pfeil)
Bei Verletzung von Kapsel und Bändern steht das Schlüsselbein deutlich zu hoch (Pfeil)

Therapie

Bei nur geringer Fehlstellung des Gelenks ist keine operative Therapie erforderlich. In fast allen Fällen ist dann mit einem folgenlosen Ausheilen der Verletzung zu rechnen, die allerdings noch für einige Wochen schmerzhaft sein kann. Bei ausgeprägten Schmerzen wird der Arm kurzfristig in einer Schlinge ruhiggestellt, ggf. kann Krankengymnastik verordnet werden.

Bei einer ausgeprägten Fehlstellung und Instabilität des Gelenks können sich jedoch anhaltende Schmerzen entwickeln, die dann nur schwer zu behandeln sind. Verbände oder spezielle Übungen, die dazu führen, dass die beiden Knochen wieder korrekt zueinander stehen, existieren nicht. In diesen Fällen ist deshalb eine operative Stabilisierung zu empfehlen. Es gibt unterschiedliche Methoden, wieder eine stabile Situation des Gelenks zu erreichen, meist sind Metallimplantate wie Platten oder Drähte erforderlich, die später wieder entfernt werden. Ihr Arzt wird mit Ihnen die am besten geeignete Variante besprechen. Die Operationsrisiken sind insgesamt gering und stehen in sehr gutem Verhältnis zu den Folgen, die ohne OP zu erwarten sind.

Üblich ist ein kurzer stationärer Aufenthalt von ca. zwei Tagen nach der Operation, bis die Akutschmerzen abgeklungen sind. Sie bekommen dann auch ein individuelles Nachbehandlungsschema mit Empfehlungen zur Dauer der Ruhigstellung und zur Art der krankengymnastischen Nachbehandlung ausgehändigt. Die Dauer der Arbeitsunfähigkeit liegt je nach Tätigkeit zwischen ca. vier und acht Wochen. 

Nach Stabilisierung mit sog. Hakenplatte wieder korrekte Gelenkstellung
Stabilisierung mit einzelnem Draht

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Spezialisierung: Arthrose, Bänderriss, Hüftarthrose, Hüftschmerzen, Kniearthrose, Knieschmerzen, Knorpelschaden, Sportverletzungen und Sportmedizin.

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