ARCUS Kliniken Pforzheim

Schulterluxation

Schulterluxation

Fixation des abgerissenen Labrums (Quelle: Arthrex GmbH)

Therapie Schulterluxation

Symptome

Zu einem Auskugeln des Schultergelenks kommt es meist durch eine Gewalteinwirkung bei einer kombinierten Bewegung des Armes mit Abspreizen und gleichzeitigem Aussendrehen, z. B. beim Gegnerkontakt mit dem Wurfarm beim Handball oder beim Abfangen des Körpergewichts bei einem Sturz. Eine Schulterluxation ist ausgesprochen schmerzhaft, der betroffene Arm wird mit der Gegenhand am Körper fixiert, eine Bewegung des Schultergelenks ist nicht mehr möglich. Bereits bei der Betrachtung fällt die veränderte Schulterkontur durch den in der Regel nach vorne stehenden Oberarmkopf auf, hinten ist die leere Gelenkpfanne zu tasten. Oftmals springt der Oberarmkopf nicht mehr von selbst zurück in die Pfanne, so dass das Gelenk (meist in einer kurzen Narkose) vom Arzt wieder eingerenkt werden muss. Bereits einige Wochen nach einer Schulterluxation bestehen – wenn es nicht zu Begleitverletzungen wie Knochenbrüchen oder Sehnenrissen gekommen ist – meist keine Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen mehr, teilweise werden jedoch bestimmte Bewegungen vermieden. Wichtigstes „Symptom“ ist jedoch das erneute Auskugeln, oft diesmal ohne große Gewalteinwirkung, als Zeichen einer bleibenden Instabilität des Gelenks. Besonders bei jungen und sportlich aktiven Patienten besteht hiefür ein hohes Risiko.

Ursachen

Das Schultergelenk besteht aus einem Oberarmkopf und der Gelenkpfanne. Die Stabilisierung des Gelenkes erfolgt durch die Gelenkkapsel, Sehnen und Muskeln sowie einem knorpeligen Ring, den man als Labrum bezeichnet und der die Gelenkpfanne umgibt. Die Ursache einer Schulterluxation kann anlagebedingt sein (z. B. zu große Kapsel, schlaffer Bandapparat) oder sie ist die Folge von Verletzungen. Verletzungen der Schulter können zum Abriss des Labrums, der Kapsel oder auch zu einem Abbruch eines Teiles der Gelenkpfanne führen. Dadurch kann die Stabilität des Schultergelenkes derart beeinträchtigt sein, dass wiederholte Luxationen des Gelenkes auftreten oder dass eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung verbleibt.

Diagnose

Die Untersuchung und Befragung des Patienten ergibt bereits in den meisten Fällen den entscheidenden Hinweis, ob das Schultergelenk instabil und durch weitere Luxationen gefährdet ist. Knöcherne Verletzungen müssen grundsätzlich durch entsprechende Röntgenbilder ausgeschlossen werden. Beim jüngeren Patienten bis zum 30.-40. Lebensjahr tritt besonders häufig ein Abriss des Labrums auf. Dies kann durch eine kernspintomographische Untersuchung nachgewiesen werden. Beim über 40-jährigen Patienten treten bevorzugt Verletzungen der das Schultergelenk umgebenden Sehnen auf, die ebenfalls durch die Kernspintomographie oder durch eine Sonographie nachgewiesen werden können.

Therapie

Anlagebedingte Schulterluxationen werden zunächst durch ein Muskelaufbautraining behandelt, um dadurch das Gelenk zu stabilisieren. Sofern nach mindestens 1-jährigem konsequentem Muskeltraining weiterhin eine Luxationsneigung besteht, ist ggf. die operative Therapie erforderlich. Bei einer Schulterluxation, die nach einer Verletzung des Schultergelenkes auftritt, wird beim jungen, sportlich und beruflich aktiven Patienten in den meisten Fällen nach entsprechender Diagnostik mit Nachweis eines Abrisses des Labrums oder knöcherner Verletzungen die operative Therapie bevorzugt. Beim älteren Patienten kann meistens zunächst abgewartet und versucht werden, das Gelenk durch vorübergehende Ruhigstellung und anschließendes Muskeltraining zu stabilisieren, sofern eine Verletzung der Sehnen ausgeschlossen wurde. Prinzipiell muss die Therapieplanung für jeden Patienten individuell erfolgen.

Therapie Schulterluxation

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Spezialisierung: Arthrose, Bänderriss, Hüftarthrose, Hüftschmerzen, Kniearthrose, Knieschmerzen, Knorpelschaden, Sportverletzungen und Sportmedizin.

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