ARCUS Kliniken Pforzheim

Arthrose erkennen und richtig behandeln

Arthrose

Die Ursachen einer entstehenden Arthrose sind sehr vielfältig. Der Prozess der Arthrose-Entwicklung zieht sich meist über viele Jahre hin. Oft kommen mehrere Faktoren zusammen, die das Vollbild bedingen - dieses ist dabei mit dem Abbau beziehungsweise Verschleiß des Gelenkknorpels verbunden. Dieser Verschleiß bleibt häufig unbemerkt, da der Verschleiß des Knorpels häufig erst im Endstadium Schmerzen verursacht. Der festgestellte Grad des Knorpelschadens bestimmt die Behandlungsmöglichkeiten

Die Arthrose kann man in vier Schweregrade einteilen: 

  • Arthrose Grad I = leichte Auffaserung an der Oberfläche. 

  • Arthrose Grad II = halbschichtige Einrisse und breite Oberflächenauffaserungen. 

  • Arthrose Grad III = tiefer, bis zum Knochen reichender Defekt mit starker Auffaserung, mechanisch nicht mehr tragfähig. 

  • Arthrose Grad IV = die Knorpelschicht ist aufgelöst - der Knochen liegt frei

 

Wie funktioniert ein normales Gelenk und wann setzt eine Arthrose ein?

 

Ein Gelenk stellt die bewegliche Verbindungskomponente zweier benachbarter Knochen dar. Damit natürliche Gelenkverbindung möglichst verschleißfrei ablaufen kann, sind die Gelenkverbindungen mit einer reibungsarmen Knorpelschicht überzogen. Dies beträgt an den großen Gelenken jeweils 3 - 4 mm. Die Gelenkknorpel werden zusätzlich durch eine Gelenkflüssigkeit umgeben, die die Reibung weiter herabsetzt. Dabei steuern komplexe biochemische, molekulare und elektrophysiologische Wirkmechanismen die Versorgung der Oberflächen und bilden ein stabiles Netzwerk aus kollagenen Fasern

Das Gleichgewicht kann durch mechanische Einwirkung (z.B. Unfall, Fehlstellungen der Gelenke, Überbelastung durch Übergewicht) oder aber durch biochemische Störungen wie Stoffwechselerkrankungen, Rheuma, Gicht oder Verkalkung verursacht werden. 

Aber nicht jede starke Belastung wird damit zum Problem: beispielsweise weisen Marathonläufer keine höheren Arthrose-Raten auf, denn Bewegung wirkt sich grundsätzlich positiv auf die Gelenkerhaltung aus. Anders verhält sich das beispielsweise bei Überbelastungen bzw. Fehlbelastung durch X-Beine oder O-Beine: die Arthrose-Raten belegen hier ein grundsätzlich höheres Arthrose-Risiko

 

Symptome - wie kann ich eine Arthrose erkennen? 

Die Symptome sind vielfältig. Zu Beginn steht meist ein Anlaufschmerz im betroffenen Gelenk. Morgens beim Aufstehen oder nach längerem Sitzen kommt es zu Schmerzen, das Gelenk fühlt sich steif an. Nach einigen Schritten oder mehreren Gehminuten lässt dieser Schmerz wieder nach. Das Gelenk hat sich sozusagen „eingelaufen“. Es besteht volle Belastbarkeit. 

Im weiteren Verlauf kommen Schmerzen nach Belastung dazu. Diese sind anfänglich hauptsächlich beim Treppensteigen, Bergauf- und abgehen und Tragen schwerer Lasten spürbar. Später tut das Gelenk auch nach längerem Laufen in der Ebene weh. Die Gehstrecke ohne Schmerzen verkürzt sich zunächst auf wenige Kilometer, bei höhergradigem Verschleiß können nur noch wenige Hundert Meter ohne Schmerzen zurückgelegt werden. 

Bei fortgeschrittener Arthrose kommt es zur Entzündung der Gelenkschleimhaut. Folge davon ist eine Überwärmung, Schwellung und Schmerzhaftigkeit des Gelenks. Schmerzen können nun auch in Ruhe sowie in der Nacht auftreten. Es bildet sich häufig ein Reizerguss, der zusätzliche Spannung auf die Gelenkkapsel ausübt. In diesem Stadium der Erkrankung spricht man von einer aktivierten Arthrose. Durch die schmerzbedingte Schonhaltung und den eingeschränkten Gebrauch kommt es zu Verkürzung und Vernarbung von Gelenkkapsel, Bändern, Muskeln und Sehnen. Dies führt zu einer Bewegungseinschränkung des Gelenks, die durch den verzweifelten Versuch des Körpers, gegen die Überlastung seitliche Knochenanbauten (Osteophyten) zu bilden, noch begünstigt wird. Zuerst sind meist die Streckung und Beugung betroffen, bei der Hüftarthrose auch frühzeitig die Drehfähigkeit. Alltagstätigkeiten wie Schuhe binden, Socken anziehen, in die Hocke gehen, Arm hochheben und vieles mehr gelingen nur noch mit erheblicher Einschränkung oder gar nicht mehr. 

Weitere Symptome für eine Arthrose können Gelenkgeräusche wie Knirschen und Knacken sein. Ebenfalls häufig tritt eine Wetterfühligkeit des betroffenen Gelenks auf. Die Beschwerden verstärken sich hier bei feuchter und kalter Witterung. Bestehende Fehlstellungen der Gelenke wie zum Beispiel X-Bein oder O-Bein werden meist noch verstärkt. Groteske Fehlstellungen können am Ende die Folge sein. 

Die Arthrose-Beschwerden kommen häufig in Schüben. Das bedeutet Schmerzen, Schwellung, Überwärmung und Bewegungseinschränkung kommen häufig ohne erkennbare Ursache und bleiben für Tage bis einige Wochen. Bei Zunahme des Arthrose-Stadiums werden diese Schübe heftiger, treten häufiger auf und können länger andauern. Im Endstadium sind diese Beschwerden dann dauerhaft vorhanden. 

 

Ursachen - wer ist von Arthrose betroffen? - welche Gelenke? 

Eine Arthrose kann grundsätzlich in fast allen Gelenken entstehen. Am häufigsten betroffen ist das Kniegelenk, gefolgt vom Hüftgelenk, obgleich in Deutschland derzeit noch mehr Hüftendoprothesen eingesetzt werden als Knieimplantate: 

Hüftarthrose

Kniearthrose

Deutlich weniger betroffen sind die Wirbelsäule, das Schultergelenk und andere Gelenke der Extremitäten: 

Schulterarthrose

Ellenbogenarthrose

Arthrose im Sprunggelenk

Wirbelsäulenarthrose

 

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Arthrosegradeinteilung 1-4 (Quelle: medi GmbH & Co. KG)
Arthrosegradeinteilung
Schema Kniearthrose (Quelle: medi GmbH & Co. KG)
Schema Kniearthrose
Röntgenbild Hüftarthrose rechts
Röntgenbild Hüftarthrose rechts
Röntgenbild Kniearthrose rechts
Röntgenbild Kniearthrose rechts

 

 

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