ARCUS Kliniken Pforzheim

Hüftendoprothese

Hüftendoprothese / Hüftprothese

Die seit den 60er Jahren ständig verbesserten Operationstechniken und Hüftimplantate machen den Eingriff zum Einsetzen einer Hüftendoprothese (Hüftprothese) zu einer der häufigsten und erfolgreichsten Routineoperationen (europaweit ca. 400.000/Jahr) in der orthopädischen Chirurgie. Die Hüftendoprothese ist der menschlichen Natur nachgebildet, d.h. sie besteht aus einer Pfanne und einem Schaft auf den ein Kugelkopf aufgesetzt wird. Mit Hilfe der präoperativen Planungsskizze werden Modellgröße und Fixation der Prothese bestimmt, wobei hier individuelle Bedürfnisse berücksichtigt werden (Alter, Geschlecht, Knochenform, Körpergewicht, etc.). 

Material- und Fixation

Bei der Implantation einer Hüftendoprothese unterscheidet man drei verschiedene Fixationstechniken:

  • Die zementfreie Hüftendoprothese: Schaft und Pfanne werden „press-fit“ exakt in den Knochen eingepasst
  • Die zementierte Hüftendoprothese: Hüftpfanne und Schaft werden mit schnellhärtendem, antibiotikahaltigem Knochenzement befestigt
  • Die Hybrid-Hüftendoprothese: die Pfanne wird zementfrei, der Schaft mit Knochenzement verankert. 
Oberflächenersatz

Bei jungen Patienten mit fortgeschrittener Hüftgelenksarthrose kann als Alternative zur üblichen Hüftprothese in Form einer Hüft-Totalendoprothese (Hüft-TEP) eine Hüftkappe implantiert werden. Dabei wird der Hüftkopf mit einer Metallkappe überzogen. Vorteil dieser Technik ist, dass praktisch kein Knochen geopfert wird. Zudem wird die physiologische Hüftkopfgröße wieder hergestellt, was eine deutlich bessere Beweglichkeit und Stabilität bewirkt. Die wichtigste Voraussetzung ist eine gute Knochenqualität, da bei Vorliegen einer Osteoporose die Gefahr eine Schenkelhalsbruches besteht. Eine weitere Alternative für jüngere Patienten, bei denen eine Hüftkkappe nicht in Frage kommt (z.B. Hüftkopfnekrose) ist die Kurzschaftprothese. Hier muß nur ein kleines Stück des Schenkelhalses weggenommen werden. 

Nachbehandlung

Endoprothetische Operationen werden ausschließlich unter stationären Bedingungen durchgeführt. Zur Gewährleistung eines optimalen Operationserfolges erfolgt eine frühzeitige postoperative Mobilisation mit Hilfe der Krankengymnastik, wobei unabhängig von den erwähnten Implantationstechniken eine schnelle Vollbelastung des operierten Beines erlaubt wird. Zum Schutz der Weichteile müssen für 3-4 Wochen Unterarmgehstützen verwendet werden.

Für den überwiegenden Teil der Patienten schließt sich nach einem 7-10 tägigen Klinikaufenthalt ein 3-4 wöchiger Rehabilitationsaufenthalt an. Im Rahmen regelmäßiger, engmaschiger ambulanter Kontrolluntersuchungen werden die Fortschritte der Patienten dokumentiert und ggf. eine ambulante Fortsetzung der mobilisierenden Therapie verordnet.

Gelenkersatz und Sport

Verbunden mit einer schweren Arthrose des Hüftgelenks ist eine deutliche Einschränkung sportlicher Aktivitäten. Die durch den Gelenkersatz erzielte Beschwerdefreiheit lässt den Wunsch nach teilweiser Rückkehr zum Sport aufkommen. International besteht Einigkeit, dass zumindest so genannte „low-impact“ Sportarten wie Fahrradfahren, Schwimmen, Segeln, Tauchen, Golf und Kegeln unterstützt werden können. Bedingt möglich bzw. ratsam sind Sportarten wie Tennis, Basketball und Skilaufen. Unbedingt vermieden werden sollten Kontaktsportarten (Fußball, Handball etc). Als Faustregel gilt, dass vor der Operation beherrschte Sportarten wieder durchgeführt werden dürfen. 

Hüfte mit Oberflächenersatz
Hüfte mit Oberflächenersatz (Quelle: Smith & Nephew GmbH)
Zementfreier Gelenkersatz
Zementfreier Gelenkersatz (Quelle: Smith & Nephew GmbH)

ARCUS Kliniken Pforzheim: Sportklinik für Orthopädie & Unfallchirurgie Deutschland, Schweiz, Österreich, Baden Württemberg, Rheinland Pfalz, Hessen, Saarland, Bayern, Baden-Baden, Darmstadt, Frankfurt, Freiburg, Heidelberg, Kaiserslautern, Karlsruhe, Ludwigshafen, Mainz, Mannheim, Saarbrücken, Stuttgart & Wiesbaden.

Spezialisierung: Arthrose, Bänderriss, Hüftarthrose, Hüftschmerzen, Kniearthrose, Knieschmerzen, Knorpelschaden, Sportverletzungen und Sportmedizin.

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