Hüftkopfnekrose (HKN)

Symptome einer Hüftkopfnekrose 

Durch eine verminderte Durchblutung kommt es zu einem Untergang von Knochengewebe, das der Belastung in der Folge nicht mehr standhalten kann und zu einem Einbrechen der Knochenanteile in diesem Bereich innerhalb von 2-3 Jahren führt. Die typischen Symptome sind plötzlich auftretende, oftmals nächtliche Schmerzen im Bereich der Leiste sowie eine schmerzhafte Einschränkung der Beweglichkeit.

Ursachen

Durchblutungsstörungen können zum Absterben von Knochengewebe im Hüftkopf führen. Diese sogenannte Hüftkopfnekrose (HKN) ist eine schwere Erkrankung des Hüftgelenkes und wird leider in vielen Fällen erst zu einem fortgeschrittenen Zeitpunkt erkannt. In den meisten Fällen muss dann ein künstliches Hüftgelenk eingesetzt werden.  

Als Risikofaktoren gelten Rauchen, erhöhte Blutfette, Alkoholmissbrauch, schlecht eingestellter Diabetes Mellitus, weshalb die Hüftkopfnekrose zu den typischen Zivilisationskrankheiten zählt.

Meist sind Männer zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr an beiden Hüftgelenken betroffen (in Deutschland 5000 bis 7000 pro Jahr). Auslöser für eine Hüftkopfnekrose können Kortison- und Chemo-Therapien sein. Bei Frauen zudem Schwangerschaften.

Diagnostik

Da frühe HKN-Stadien beim Röntgen nicht zuverlässig sichtbar sind, ist bei über 6 Wochen anhaltenden Schmerzen ein MRT (Magnetresonanztomographie) sinnvoll.

Die Stadieneinteilung erfolgt derzeit am besten durch die ARCO- Klassifikation (Tabelle 1), die zusätzlich entsprechend der Größe mit den Zusatzbezeichnungen A bis C ergänzt wird [<15% des Hüftkopfes (A), 15-30% des Hüftkopfes (B), >30% der Hüftkopfes (C)]. Gegebenenfalls kann ergänzend eine CT-Diagnostik des Hüftgelenkes durchgeführt werden.

Stadium

Beschreibung

ACRO I

Kernspintomografisch sichtbare Nekrose, im Röntgen nicht sichtbar

ARCO II

Kernspintomografisch und röntgenologisch sichtbare Nekrosezonen

ARCO III

„crescent sign“ subchondrale Fraktur oder Knochendichteminderung

ARCO IV

Gelenkzerstörung

Therapie

Wegen geringer Erfolgsaussichten der konservativen Therapie (20 Prozent basierend auf der aktuellen Studien- und Datenlage) wird die operative Therapie empfohlen.

Zur operativen Therapie der Hüftkopfnekrose