Hüftimpingement - Femoroacetabuläres Impingement Syndrom (FAIS) OP

Wie wird ein Femoroacetabuläres Impingement (Hüftimpingement) operativ behandelt ?

Hat eine konservative Therapie zu keiner Verbesserung geführt, sollte eine Operation empfohlen werden. Heutzutage können diese Operationen zu einem großen Anteil minimalinvasiv mit einer Hüftgelenkspiegelung durchgeführt werden. 


Um eine Hüfte spiegeln zu können muss der Patient auf einem speziellen Operationstisch gelagert werden, da der Hüftkopf eine geringe Strecke aus der Hüftpfanne gezogen werden muss. Danach werden über zwei bis drei kleine Schnitte eine Kamera und die entsprechenden Operationsinstrumente in das Gelenk eingeführt. Die knöchernen Formstörungen werden mit einer Kugelfräse modelliert und eine passende Taillierung des Schenkelhalskopfüberganges geschaffen. Zudem kann im Bereich der Pfanne ein knöcherner Überstand korrigiert werden. 


Diese Korrekturen werden mittels Röntgen und unter Sicht kontrolliert. Liegt eine Schädigung der Gelenklippe vor, so wird immer versucht diese mit kleinen Knochenankern wieder zu refixieren. Manchmal ist das Labrum aber schon stärker geschädigt, sodass eine Naht nicht mehr möglich ist. In diesen Fällen wird das geschädigte Gewebe entfernt. Zudem kann ein bestehender Knorpelschaden entsprechend des Ausmaßes therapiert werden. Abschließend wird heutzutage in den meisten Fällen die Hüftgelenkkapsel genäht. 
 

 

Wann ist eine Hüftarthroskopie bei Hüftimpingement nicht zu empfehlen ?

In den letzten Jahren haben mehrere Studien gezeigt, dass nicht alle Patienten, die an einem Hüftimpingement leiden, von einer Hüftarthroskopie profitieren. Liegt schon ein fortgeschrittener Knorpelschaden vor, ist eine Hüftarthroskopie manchmal nicht mehr zielführend. Auch können das Geschlecht und ein höheres Alter einen prognostisch ungünstigen Faktor darstellen. In diesen Fällen muss die Entscheidung zur Operation zusammen mit dem behandelnden Hüftspezialisten diskutiert und getroffen werden. 

Wie lange bin ich krank nach einer Hüftimpingement Operation ?

Nach einer Hüftarthroskopie wird eine Teilbelastung an Krücken notwendig. Die Zeit richtet sich nach der durchgeführten Therapie. Wurde eine Naht der Kapsel oder der Gelenklippe durchgeführt, kann dies bis zu 8 Wochen sein. War keine Naht möglich oder notwendig verkürzt sich die Zeit auf 4 bis 6 Wochen. Zudem werden eine Bandage bzw. Orthese, abhängig von der durchgeführten Therapie, in dieser Zeit verordnet. 


Um Verknöcherungen im Bereich der Kapsel und Weichteile vorzubeugen, sollten entzündungshemmende Medikamente (z.B. Ibuprofen, Voltaren etc.) für 3 Wochen nach erfolgter Hüftspiegelung genommen werden. 

 

Wie wird die Heilung nach einer Hüftarthroskopie unterstützt ?

Bis zum Erreichen der Vollbelastung wird eine spezifische Hüftphysiotherapie durchgeführt, die durch eine aktive Bewegungsschiene unterstützt wird.

 

Wie schnell ist man nach einer Hüftarthroskopie wieder arbeitsfähig ?

Das Datum der vollen Arbeitsfähigkeit hängt von der jeweils durchgeführten Tätigkeit ab. Im Rahmen einer Studie konnten wir zeigen, dass Patienten mit einer sitzenden Tätigkeit nach durchschnittlich 4 Wochen wieder arbeitsfähig waren, wohingegen bei körperlich anspruchsvollen Berufen eine durchschnittliche 3-monatige Arbeitsunfähigkeit vorlag.