Schultersteife - "frozen shoulder"

Krankheitsbild: Schultersteife - "frozen shoulder"

Die Schultersteife – oder Englisch „frozen shoulder“ – ist eine Erkrankung der Gelenkkapsel des Schultergelenks. Aus bisher unbekannten Gründen kommt es zu einer Entzündung und Verdickung des Bindegewebes der Kapsel, die das Gelenk umschließt, ähnlich einer Vernarbung.

Symptome: Schultersteife - "frozen shoulder"

Es kommt zunächst zu starken Schmerzen in der Schulter, die bereits bei kleinsten Bewegungen auftreten und oft als „messerstichartig“ beschrieben werden, aber auch in Ruhe und vor allem nachts ausgeprägt sein können. Im Verlauf kommt eine zunehmende Einschränkung der Beweglichkeit des Gelenks hinzu, da sich der Oberarmkopf aufgrund der verdickten Kapsel nicht mehr frei in der Gelenkpfanne bewegen kann.

Die Erkrankung kann wieder vollständig abklingen, sodass keine Symptome mehr vorhanden sind, dies kann jedoch einen Zeitraum von ein bis zwei Jahren in Anspruch nehmen, es können auch Restbeschwerden verbleiben.

Das Krankheitsbild der Schultersteife kann sich auch nach Operationen oder Verletzungen am Schultergelenk entwickeln. Hier muss sichergestellt werden, dass nicht eine Fehlstellung des Knochens die Ursache für eine Bewegungseinschränkung ist. Bei dieser sogenannten sekundären Form der Schultersteife ist die Chance für ein selbständiges Abklingen der Symptome geringer.

Die Diagnose kann üblicherweise bereits nach einer Befragung und Untersuchung des Patienten gestellt werden. Zusätzlich sind zur Beurteilung des Knochens Röntgenaufnahmen sinnvoll. Für die Beurteilung der Weichteile ist eine Kernspintomographie hilfreich, die Kapselentzündung ist hier jedoch oft nicht zu sehen.

Konservative Therapie bei Schultersteife

Im Anfangsstadium der Erkrankung führt meistens die vorübergehende Einnahme von Kortison-Tabletten mit ihrer antientzündlichen Wirkung zu einer Besserung der Beschwerden. Zunächst ist Krankengymnastik oft mit einer Verschlechterung der Schmerzen verbunden, erst in einem späteren Stadium kann hierdurch die Beweglichkeit verbessert werden.

Wenn sich die Schmerzen und Bewegungseinschränkungen trotz konservativer Therapie nicht ausreichend bessern, ist ein operativer Eingriff meist unumgänglich.